Ein Museumsstreifzug — Schokolade und der Sport Spaziert man von der Kölner Altstadt aus den Rhein entlang, so kann das ganz spaßig sein. Mitunter (wirklich nur mitunter!) muss man allerdings auf Skater und Radler Acht geben, die Fußgänger für eine Art Slalomstangen halten, die es zu umfahren gilt (nicht: umzufahren!). Wer damit klar kommt, schlendert also linksrheinisch die Rheinpromenade entlang und stößt bald auf zwei Museen, die unterschiedlicher kaum sein können. Das eine, das Deutsche Sport und Olympia Museum ist (richtig!) dem Sport gewidmet, das andere nennt sich Schokoladenmuseum und zeigt… genau: Schokolade. Das Schokoladenmuseum und all seine Leckereien Gegründet wurde das Schokoladenmuseum 1993 von Hans Imhoff, der damals dem Aufsichtsrat des Kölner Unternehmens Stollwerck vorsaß. Stollwerck hat bis heute seinen Verwaltungssitz in Köln, produziert Lebensmittel und ist vor allem bekannt für: Schokolade ;-). Das Museum zeigt die Geschichte der Schokolade, ebenso die Produktion des süßen Genusses, angefangen bei der Ernte der Kakaobohnen bis zu laufenden Produktionsmaschinen, mit denen vor den Augen der Besucher verpackungsfertige Schoko-Artikel produziert werden. Integriert in das Museum ist ein Schokoladenbrunnen, in den freundliche Museums-Mitarbeiterinnen Waffeln tauchen, die sie den Museumsgästen reichen. Während der Anfangstage des Museums war dieser Schokoladenbrunnen einmal frei zugänglich für die Besucher: Möglicherweise kam es jedoch zur Dauerbelagerung und zu wildem Camping vor dem Brunnen, sodass eine Neuregelung notwendig wurde. Genussmenschen kommen vielleicht vor allem wegen des Schoko-Shops ins Museum. Hier gibt es all das, was aus Schokolade produziert werden kann: Pralinen, kleine Tafeln, große Tafeln, Figuren; alles essbar und alles… hmmmm… Daneben gibt’s auch die guten alten Zuckerstangen zu kaufen. Das Sortiment besteht durchweg aus Dingen, die der Zunge schmeicheln und zugleich auf Kriegsfuß mit der heimischen Personenwaage stehen. Wer gesündigt hat und Buße tun möchte, dem bleibt nur eins: Auf zum Nachbarn, ins Sportmuseum. Deutsches Sport und Olympiamuseum — nicht nur gucken, auch machen! Das Schöne am Sportmuseum: Es zeigt · einem nicht nur die Geschichte des Sports und der Olympischen Spiele, · hält nicht nur Ausstellungsstücke wie einen Rennbob, Fußbälle mit Autogrammen, Eintrittskarten, vieles mehr und allerlei Informationen bereit, · präsentiert seinen Gästen auf großen Bildschirmen nicht nur die Highlights moderner Sportgeschichte, sondern animiert auch zur eigenen sportlichen Aktivität. Liebevoll gestaltet sind die einzelnen Abteilungen, etwa die zum Boxsport. Hier steht beispielsweise auch ein aufgebauter Ring; Boxhandschuhe kann man sich eventuell beim Museum ausleihen, falls man einmal gegeneinander antreten möchte. Alternativ taugen Sandsäcke, um Dampf abzulassen. Im Sportmuseum schwingt man sich, wenn man möchte, aufs Rad oder aber man entert das Dach: Hier kann man Fußball spielen, Tennis oder Basketball und genießt dabei einen herrlichen Blick auf den Rhein. Relativ hohe Zäune sorgen derweil dafür, dass man schon einen ausgesprochen ungeschickten Tag erwischen muss, um Bälle vom Dach in die Umgebung zu befördern. Sollte es regnen, gibt es auch innerhalb des Museums Gelegenheit, mit einem Softball Fußball zu spielen. Kurzer Fahrplan Also, der Fahrplan ist klar, oder? Erst ins Schokoladenmuseum, Schokolade bewundern und kosten, dann rein ins Sportmuseum, damit der Genuss ohne allzu große Reue bleibt. Viel Spaß! |