Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, 10. Mai 2009 um 10:39 Uhr

Der Stadtgarten und der andere Stadtgarten — Bäume, Wiesen und Jazz

Bewegt man sich von den Ringen am Friesenplatz auf der Venloer Straße in Richtung Ehrenfeld, dann wird Köln mit einem Mal ganz schon grün: Einfach nach rechts blicken! Herzlichen Glückwunsch: Sie sind am Kölner Stadtgarten angekommen. Der bereits in den Jahren 1827 bis 1828 angelegte und mittlerweile unter Landschaftsschutz gestellte Stadtpark gehört neben dem Kölner Volksgarten zu den beliebtesten Grünflächen der Innenstadt. Und das gleichnamige Lokal, in dem es nicht nur Ess- und Trinkbares, sondern auch Jazzkonzerte und andere Veranstaltungen gibt, ist mindestens ebenso beliebt. 

 

Stadtgarten (der Park)

Neben den Ringen liegt auch der Mediapark mit seinen Bürotürmen, dem Cinedom-Kino und dem eigentümlichen Teich (Wir wissen bis heute nicht, ob wir ihn nun schön finden sollen oder nicht!) relativ nah am Stadtpark. Insofern taugt dieser Park bestens, um einer bunt gemischten Gruppe von Menschen zur Naherholung zu dienen und sei es nur in der kurzen Pause zwischen Besprechung und anderer Besprechung. Die teilweise alten Bäume — es gibt über 50 verschiedene Arten von Gehölzen im Stadtgarten — bieten auch in heißen Sommern wohltuenden Schatten. Man sollte sich vielleicht an solchen warmen Sommertagen einfach einen von ihnen aussuchen und sich darunter legen, die Augen ein bisschen schließen und träumen. Keine Scheu: Andere tun es auch! Und sie fühlen sich sehr wohl dabei. An Sommerabenden trifft man sich hier im Park ebenso: vorausgesetzt die Temperaturen sind warm genug und der Regengott hat gerade Pause oder Urlaub oder er liegt mit Migräne im Bett. Auch Regengöttern kann so etwas bisweilen passieren! Hier im Park lässt es sich herrlich klönen, man kann sich eine der Banken aussuchen, sich dort für eine Weile niederlassen und vielleicht eins der Biere öffnen, die man gerade erst im nahe gelegenen Kiosk gekauft hat. Eventuell tropft einem auch gerade das Fett vom Gyros auf die Hose, das es am Stadtgarten ebenfalls gibt. Machen Sie sich nichts aus der verschmutzten Hose: Das Gyros ist lecker, das Leben ist locker, alles ist „easy“. Man kann hier im Park auch Fußball spielen, Badminton oder Kricket (Eishockey geht leider nicht!). Der Alltag ist weit weg und Köln ist so wie es sein soll: irgendwie eine coole Stadt. Folgt man der Venloer Straße noch ein kleines Stück weiter, erwarten einen übrigens weitere Grünflächen: Sie sind Teil des Inneren Grüngürtels der Stadt. Augen links: Hier liegt beispielsweise ein Wasserspielplatz, der Familien mit Kindern gut gefallen dürfte.

 

Stadtgarten (Lokal)

Aber kehren wir zurück zum Stadtgarten. Wer es nicht so mit Parkbänken oder dem nackten Rasen hat, der geht in den Biergarten des Parks. Dieser Biergarten gehört zum anderen Stadtgarten, der innerhalb des Stadtgartens liegt: klar soweit? Mit jenem anderen Stadtgarten meinen wir das Lokal. Das Lokal gab es immerhin schon in den 50ern des letzten Jahrhunderts. Der Jazz zog allerdings erst im Laufe der 70er Jahre ein und machte den Stadtgarten zu einer heißen Adresse für Freunde dieser Musik. Die 1978 gegründete Initiative Kölner Jazz Haus sorgt bis auf den Tag dafür, dass Jazzfreunde im Stadtgarten fündig werden. Neben Jazzkonzerten laufen Partys, Lesungen und Ausstellungen im Stadtgarten und machen das Lokal zum wichtigen Teil der Kulturszene in Köln. Wer lieber etwas Handfestes zum Beißen wünscht, nutzt die Gastronomie des Lokals. Die kulinarische Auswahl reicht von der hausgemachten Currywurst und dem Stadtgartenburger bis zu filigraneren Speisen: „Seeteufel im Speckmantel“ könnte da beispielsweise auf der Karte stehen oder aber ENTRECOTE an grünem Spargel. Lecker!

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 23. Juni 2009 um 08:39 Uhr