| Geschrieben von: Hannah schlein |
| Dienstag, 25. August 2009 um 19:06 Uhr |
CitytripFrankfurt – Kontrast Reich Nirgends in Deutschland sind die Kontraste stärker ausgeprägt als in „Mainhatten“ – Während sich zwischen den Schluchten der Skyline geschäftige Businessmenschen durch die Gassen schieben, trifft sich die junge Szene am Main. Fast das gesamte Leben spielt sich an oder auf dem Wasser und den anliegenden Wiesen ab. Partyschiffe, Fluss-Bars und Yachtclubs geben der amüsierfreudigen Gesellschaft ihren Raum und lassen in den Nächten das gleißende Licht auf dem Wasser reflektieren. Währenddessen findet sich abseits der funkelnden Metropole eine weniger schillernde Gemeinde, die sich zwischen Obdachlosigkeit und Hartz4 bewegt. Fast scheint es als gäbe es keine Mittelschicht in Hessens Metropole. Auf den Bänken in den angelegten Alleen liegen die von der Wirtschaft weniger begünstigten in der Sonne oder fragen die flanierenden nach etwas Kleingeld. Kulturell hat Frankfurt einiges zu bieten, heute stellen wir drei Museen vor die man unbedingt gesehen haben sollte.
Das Museum für Kommunikation zeigt auf drei Etagen neben der Dauerausstellung über die Entwicklung von Fernsehen, Telekommunikation und Computer die Sonderausstellung „Satt“. Neben einer Sammlung von Rezepten, wird die gesellschaftliche Entwicklung unterschiedlicher Esskulturen untersucht. Wir finden kurze Filme die Essen als Bedeutung durch Situationen widerspiegeln. Es trifft sich die kommerzialisierte Massenware mit der neuen Food-Bewegung ökologisch korrekter Endverbraucher. Doch wie sehr prägt unser Umfeld tatsächlich unseren Hunger? Die Bilderreihe „So isst man“, zeigt wie unterschiedlich das jeweilige Verhalten in Bezug auf Konsum und Nahrung in verschiedenen Ländern sind. Zudem werden die verschiedenen Formen der Nahrungsaufnahme veranschaulicht: Wo essen wir und warum? Dazu vergleicht die Ausstellung die Kantine, den Schnellimbiss, das Kochen mit Freunden und Familie genauso wie den WG Kühlschrank samt Inhalt. Die Ausstellung läuft noch bis 7. Februar 2010. Die ‚Weisse Stadt’ im Deutschen Architekturmuseum, zeigt die Moderne Tel Avivs. Das Stadtzentrum von Tel Aviv wurde 2003 zum UNESCO Weltkulturerbe gekürt und dieses Jahr feiert die israelische Stadt am Mittelmeer, ihr 100 jähriges Jubiläum. Im Jahre 1925 wurde der schottische Stadtplaner Sir Patrick Geddes beauftragt, die noch junge Siedlung Tel Aviv durch einen Master-Stadtplan zu strukturieren. Er projektierte eine Gartenstadt mit streng hierarchischem Straßennetz und einer organischen Anordnung, die mit rund 60 öffentlichen Gärten durchsetzt sein sollte.
So wandert man weiter auf dem Schaumainkanal Richtung Museum für AngewandteKunst. Mit „Rays of Light“ von Rita Grosse - Ruyken, entführt es in eine klare Welt aus reinster Sehnsucht. Ihre Schmuckstücke aus reinem Silber und Gold suchen neben den abstrakt postmodernen Skulpturen nach der puren Reinheit. Adressen: Museum für AngewandteKunst // Schaumainkai 17 // 60594 Frankfurt // www.angewandtekunst-frankfurt.de Deutsches Architekturmuseum // Schaumainkai 43 // 60596 Frankfurt // www.dam-online.de Museum für Kommunikation // Schaumainkai 53 // 60596 Frankfurt // www.mfk-frankfurt.de |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, 28. August 2009 um 20:06 Uhr |
Gelegen sind die Museen allesamt am Museumsufer direkt am Main. Angefangen am vorderen Teil des Schaumainkais, kann man hier ein Museum nach dem Nächsten erkunden.
Zahlreiche der in Tel Aviv lebenden Architekten orientierten sich in ihren Entwürfen an der Formensprache von Le Corbusier, Mies van der Rohe, Walter Gropius und Erich Mendelsohn, die ihnen als Vorbilder dienten.
Die immigrierten Architekten aus Europa, die in den 1930er und frühen 1940er Jahren vor der wirtschaftlichen und politischen Krise nach Palästina flüchteten, aber auch vom „Neuen Bauen“ inspirierte, eingesessene lokale Architekten sorgten dafür, dass Tel Aviv in einem außerordentlichen Maßstab zu einem Experimentierfeld für die Grundsätze der modernen Architektur wurde. Die Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum vermittelt in historischen und aktuellen Fotografien einen Einblick in die Architektursprache der Zeit und veranschaulicht den Einfluss, den das europäische Erbe auf das lokale Bauen genommen hat.
Gefangen in einem Raum ganz in Weiß, strahlen die minimalistisch angeordneten Feinheiten. Die Objekte sind derart fragil, das sie bei dem ersten Luftzug zu schwingen beginnen. Zuletzt wurden die Stücke der Ausnahme Künstlerin in Dubai ausgestellt. In Frankfurt nutzt die Multimediale Inszenierung der Ausstellung den Rhythmus des Hauses, bis hin zur Veränderung der Wahrnehmung. 