| Geschrieben von: Josefa Eichenseher |
| Mittwoch, 29. April 2009 um 07:40 Uhr |
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Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} Die Kölner Ringe — Dutzende Diskotheken, ein Wurst Willi Gehen Sie einmal Freitagabends oder Samstagnacht auf die Kölner Ringe, speziell in den Teil der Ringe, der durch Friesenplatz und Barbarossaplatz begrenzt wird. Sie werden sich kaum über mangelnde Gesellschaft beklagen können. Hunderte von Menschen in Feierlaune tummeln sich auf den Bürgersteigen, platzieren sich vor den Türstehern von Diskotheken und Bars und versuchen Einlass zu bekommen. Je nach Türsteher und demjenigen Menschen, der den Einlass begehrt, sind die Chancen darauf mehr oder weniger groß. Es ist wirklich voll an den Kölner Ringen zum Wochenende. Imbissbuden und Restaurants laden ein, sich ein wenig zu stärken, bevor man erneut ins Getümmel zieht und vielleicht irgendwo das Tanzbein schwingt. Die Currywurst ist als kulinarische Spezialität (sie ist wirklich eine, auch, wenn manch Gourmet die Nase rümpft!) ebenso vertreten wie chinesische Köstlichkeiten, Leckeres aus Kurdistan, Pizza, Pasta und anderes Essbares. Man ist also nicht ganz allein an den Kölner Ringen und man muss nicht hungrig bleiben, sofern das Portemonnaie nicht allzu magersüchtig ist. Das… sind ja schon einmal ganz gute Nachrichten.
Kurze geografische Einordnung Die Ringstraßen verlaufen entlang der alten Stadtmauer, die einst die Altstadt Kölns begrenzte. Sie bilden quasi so etwas wie die Grenze zwischen Kölner Alt- und Neustadt. Grenzübergänge gibt es keine, Zollkontrollen finden auch nicht statt und die Ausfuhr von Zigaretten ist frei. Auch das sind gute Nachrichten. Die Ringe tragen Namen germanischer Völker sowie von Adelsgeschlechtern, deutschen Kaisern und Politikern. So ist der Salierring den Saliern gewidmet, der Habsburgerring den Habsburgern, der Kaiser-Wilhelm-Ring… raten Sie es einfach… Die Ringstraßen Hohenstaufenring, Habsburgerring und Hohenzollernring ziehen sich vom Barbarossaplatz bis zum Friesenplatz. Tagsüber regieren hier Businessleute, Berufsverkehr und Shopping-Freunde. Abends sieht die Sache etwas anders aus.
Let’s dance and party! Erwähnten wir schon, dass sich am Wochenende viele Menschen auf den Ringstraßen zwischen Barbarossaplatz und Friesenplatz tummeln? Wir erwähnten es! Sie tummeln sich dort nicht, weil die Ringstraßen am Wochenende so viel Raum für Meditation und innere Einkehr bieten. Sie tummeln sich dort, weil es an den Ringen viel Gelegenheit zum Feiern gibt. Bekannt ist beispielsweise die Klapsmühle; der Name spricht für sich: man darf, ja, man sollte vielleicht ein bisschen verrückt sein, um in der Klapsmühle (www.klapsmuehle.com) zu feiern. Spezielle Single-Partys vereinfachen die Kontaktaufnahme zwischen den Geschlechtern, Ladies Nights offerieren Strip-Shows fürs mitunter gar nicht mehr so sanfte Geschlecht. Wilde Freibierpartys, Kuscheltiernächte — an Partymottos mangelt es in der Klapsmühle nicht. Die Musik ist oft typische Party-Stimmungsmusik, die viele mögen, die anderen Menschen bisweilen auch Unwohlsein verursacht. Allen kann man es halt niemals Recht machen. Mehr Gelegenheiten zum Tanzen? Bitte sehr: Im Centclub gibt es R&B, Pop- und Dancemusik, im Petit Prince lässt es sich auf Salsa und Reggae tanzen, der Club Diamonds spielt ebenfalls R&B, daneben HipHop, House und Musik der 80er. Alternative ist beispielsweise die Brasserie Bruegel (www.bruegel.de), in der immer wieder auch Live-Musik zu hören ist. Soul und Funk wird in der Bar mit den dunkelroten Wänden gespielt, die Viele für ausgesprochen hip halten. Das könnte stimmen! Ganz nah liegt ein Brauereihaus der Kölsch-Marke Päffgen für all diejenigen, die urige Atmosphäre liegen und gerne Kölsch trinken; gerade am Wochenende ist es allerdings auch hier nicht unbedingt leer. Wir könnten diese kleine Aufzählung von Bars und Diskotheken an den Ringen noch eine Weile fortführen, aber das würde den Rahmen dieses kleinen Artikels sprengen [ihr merkt, der Redakteur möchte Feierabend machen ;-)]. Also, einfach selbst auf Tour gehen, die Kölner Ringe beißen nicht.
Kinos und Wurst Willi Die Ringe sind traditionell auch Standorte für einige alteingesessene Kinos der Stadt. Hier befinden sich die UFA-Kinos, hier liegt auch das so genannte One-Dollar-Kino. Die Filme, die dort gezeigt werden, sind nicht mehr ganz taufrisch und in der Regel bereits seit einigen Monaten in Deutschland angelaufen. Die Warterei, bis man sich diese Filme ansieht, wird im One-Dollar-Kino allerdings durch günstige Eintrittspreise wettgemacht. Wer ein bisschen warten kann, hat also mitunter mehr im Portemonnaie. Abschließend möchten wir noch auf eine Institution der Domstadt aufmerksam machen: Wurst Willi. „Hast Du Hunger oder Durst, geh zu Willy, iss ne Wurst!“ Wer immer sich diesen geistreichen Werbespruch ausgedacht hat, er war gut, er war verteufelt gut! Wurst Willi hat einen kleinen Stand an den Ringen und verkauft… müssen wir es erwähnen? Hier hat sich nachts schon manch ein Kontakt ergeben, hat manch eine Anekdote das Licht der Welt erblickt. Die Wurst… schmeckt auch. Für einige Leute gehört Wurst Willi zum Köln wie der Dom. Eine Stadt wie Köln lebt auch durch seine Originale.
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